Wallgraben Festung Ziegenhain

Auf Einladung der Hessischen Justizministerin Eva Kühne-Hörmann und Staatssekretär Mark Weinmeister reisten Stadtverbandsvorsitzender Armin Happel und Fraktionsvorsitzender Marcus Theis nach Wiesbaden, um die bisher schleppenden Verhandlungen um den Wallgraben in der Festung Ziegenhain voranzutreiben.

Verwundert zeigte sich die Ministerin, dass detaillierte Informationen aus dem Ministerium nicht in den städtischen Gremien angekommen sind. So wurden im Rahmen der Kampfmittelbeseitigung bereits 135to aus dem Untergrund entsorgt und der Schlamm zeigte keinerlei Kontamination. Er konnte ohne großen Aufwand regulär entsorgt werden. Die Ministerin verdeutlichte, dass bisher von der Justiz getätigte Pflege- und Wartungsarbeiten eigentlich Aufgabe der Kommune sind.

Die CDU Schwalmstadt wird die Informationen zusammenstellen und die Gremien entsprechend informieren. Ob im Rahmen einer Großveranstaltung wie der Landesgartenschau (siehe Antrag Freie Wähler vom 12.12.2019) eine nachhaltige und kostengünstige Aufwertung des Wallgraben möglich ist, kann dann beraten werden. Die von der CDU Schwalmstadt beantragte Machbarkeitsstudie wird die Möglichkeiten einer touristischen Nutzung offenlegen.

Hintergrund: Der Wallgraben Ziegenhain ist im Besitz des Hessischen Ministerium der Justiz. Nachdem vor einigen Jahren Kampfmittel im Gewässer nachgewiesen wurden, war aus Sicherheitsgründen keine Pflege der Anlage mehr gestattet. Mit einem zweistelligen Millionenbetrag hat das Ministerium die Kampfmittelbeseitigung beauftragt, die nun kurz vor dem Abschluss steht. Da die Wasserfestung Ziegenhain historisch wertvoll einzustufen ist und als Touristenattraktion ein Alleinstellungsmerkmal besitzt, wird über eine entsprechende Aufbereitung und Wiederherstellung nachgedacht. Experten unterstützen das Vorhaben. Fördermittel können nur beauftragt werden, wenn das Gelände im Besitz der Stadt Schwalmstadt ist.